Weishaupt-Brenner für Pommes Chips-Frittieranlage

Weishaupt Gas-Gebläsebrenner am Heizkessel der Hausheizung.

Der Industrie-Zweistoff-Duoblockbrenner von Weishaupt oder ein Produkt aus der USA standen zur Wahl für die neue Chips-Frittieranlage von Zweifel in Spreitenbach. Klar entschied sich Zweifel  für Weishaupt. Das hätte sich Hans Meier, ein Cousin von Heinrich Zweifel sen., nie träumen lassen, als er anfangs der 50er-Jahre auf einem Bauernhof bei Rümlang ZH in einer riesigen Feldküchen-Pfanne die ersten Kartoffel-Chips frittierte: Was den Verkauf des hauseigenen Apfelsafts fördern sollte, erwies sich als rentabler Kundenhit. 1958 wurden die knusprigen Chips unter der Marke Zweifel lanciert. Der unvergleichliche Geschmack und der visionäre Frisch-Service, der ab 1962 mit auffälligen Zweifel-Bussen schweizweit unterwegs war, machten die Chips bekannt. So dass 2019 in der Hochsaison pro Tag bis 50 Lastwagenzüge aus der modernen Zweifel-Fabrik in Spreitenbach die Chips zu den Kunden brachten. Das Unternehmen Zweifel Pomy Chips AG als eigentliche Chips-Pionierin ist seit den Anfängen in Familienbesitz. In der Fabrik in Spreitenbach werden die laufend angelieferten, frischen Kartoffeln gewaschen, in feine Scheiben – eben: Chips – geschnitten und frittiert. Knusprig gebacken werden die Chips in reinem Schweizer Rapsöl. Es hat eine ebenso gute Fettsäure-Zusammensetzung wie Olivenöl.

Neue Chips-Strasse, neuer Brenner
Die Zweifel-Chips sind so beliebt, dass die Produktion laufend gesteigert werden konnte.  2019 wurde daher eine zweite Frittierlinie in  Betrieb genommen. Die neue Chips-Strasse umfasst Produktionsschritte vom Waschen über das Schneiden bis zum Frittieren, Salzen, Würzen,  Aussortieren nicht perfekter Chips, Wiegen und Verpacken der perfekten. Der neue Brenner hat nebst der indirekten Erhitzung des Frittieröls über Wärmetauscher noch eine weitere Aufgabe: Er muss die beim Frittieren unweigerlich entstehenden Gerüche beseitigen, also die Abdämpfe der Frittieranlage nachverbrennen. Dieser Dampf  wird dem Brenner über die Verbrennungsluft zugeführt. Der Weishaupt WK- Brenner feuert in einen Thermoöl-Kessel. Thermoöl gewährleistet im Wärmetauscher einen regelmässigen Wärmeübertrag ans Speiseöl und vermeidet lokale Überhitzungen. Der Hersteller der neuen Frittier-Strasse liess Zweifel beim Brenner die Wahl zwischen einem amerikanischen und einem deutschen Fabrikat: Weishaupt. Klar entschied sich Zweifel für den Weishaupt-Brenner, denn Weishaupt ist im Gegensatz zum „Amerikaner“  in der Schweiz vertreten, erst noch in der Nähe – in Geroldswil. Und weil Zweifel mit dem Weishaupt-Brenner in der hauseigenen Heizzentrale schon gute  Erfahrungen gemacht hatte – problemloses Funktionieren, sehr guter, zuverlässiger Service – fiel die Wahl leicht. Weishaupt Industriebrenner der Baureihe WK sind nach dem Baukastenprinzip konstruiert, das heisst, Gebläse, Pump-und Vorwärmstation werden vom Brenner getrennt angeordnet. Dieses Konzept bietet eine hohe Flexibilität für die Anpassung an verschiedenste Anwendungen sowie Anbausituationen. WK-Brenner sind standardmässig mit der elektronischen Weishaupt-Verbundsteuerung W-100/200 ausgestattet. Die moderne Verbrennungstechnik erfordert eine präzise und stets reproduzierbare Dosierung von Brennstoff und Verbrennungsluft. Der feuerungstechnische Wirkungsgrad wird optimiert und Brennstoff eingespart. Bei Zweifel ist der Brenner über diese Verbundsteuerung in die fabrikeigene Steuerungs-Leitzentrale der Systeme eingebunden.

Abwärme für Gebäude
Die Abwärme der beiden Chips-Strassen nutzt Zweifel nicht nur zur Beheizung des eigenen Gebäudes. Weil je nach Jahreszeit zu viel Wärme vorhanden ist, beliefert Zweifel über eine Fernleitung auch das Gebäude der benachbarten Firma Rhenus Logistics AG. Ist je nach Jahreszeit zu wenig Wärme vorhanden, kommt der Heizkessel unten im Zweifel-Haus zum Einsatz – eben der mit dem anderen, älteren Weishaupt-Brenner.

Autor: Martin Stadelmann

www.weishaupt-ag.ch